Baumharze und dessen unglaubliche antibiotische Wirkung

Die Natur birgt eine Fülle heilender Substanzen, die einen zutiefst regenerierenden Einfluss auf das Bioresonanzmilieu unserer Zellen ausüben. Eine der ältesten und zugleich am meisten unterschätzten dieser Gaben sind die Baumharze, jenes goldene, duftende Blut der Bäume, mit dem sie ihre eigenen Wunden verschließen und sich vor Eindringlingen schützen. Vor allem Kiefern- und Fichtenharz tragen eine erstaunlich starke antibiotische und antiparasitäre Kraft in sich. Warum diese Harze zu den potentesten Naturheilmitteln überhaupt zählen, welche Wirkstoffe in ihnen schlummern und wie du sie achtsam sammelst und anwendest, erfährst du im folgenden Artikel.

Was sind Baumharze?

Baumharze sind das, was ein Baum hervorbringt, wenn seine Rinde verletzt wird. Aus der offenen Stelle quillt eine klebrige, harzig duftende Masse, die an der Luft langsam erstarrt und die Wunde sicher versiegelt, ganz ähnlich dem Schorf, der sich über eine menschliche Verletzung legt. Genau hier liegt schon das Geheimnis ihrer Heilkraft, denn ein Harz ist im Grunde nichts anderes als das Immunsystem des Baumes in materieller Form, da es Bakterien, Pilze und Insekten zuverlässig abwehren muss, damit der Baum nicht von innen heraus erkrankt. Diese schützende, abdichtende und keimtötende Eigenschaft nehmen wir bei der Anwendung unmittelbar in uns auf. Schon in der Antike, bei Hildegard von Bingen und in der gesamten Volksheilkunde galten Harze als kostbare Wundheil- und Räuchermittel. Man unterscheidet dabei zwischen den festen Harzen wie Kiefernharz, Fichtenharz oder Weihrauch und der flüssig destillierten Form, dem Balsamterpentin, das aus dem Harz der Wildkiefer gewonnen wird, nicht zu verwechseln mit dem giftigen, synthetisch hergestellten mineralischen Terpentin.

Die Energie und Frequenz der Baumharze

Bevor wir uns den biochemischen Wirkstoffen widmen, lohnt der Blick auf die feinstoffliche Ebene, denn ein Baumharz ist weit mehr als die bloße Summe seiner Inhaltsstoffe. Eine jede Substanz trägt eine einzigartige energetische Signatur in sich, und so trägt auch jedes Harz die gesamte Schwingung seines Baumes, seine über Jahrzehnte gesammelte Lebenskraft, seine Standhaftigkeit und seine tiefe Verwurzelung in der Erde. Man könnte hier auch von einer Schwingungscodierung sprechen, die wir beim Räuchern oder bei der Einnahme in unser eigenes Bioresonanzfeld übernehmen. Schön zeigt sich hier die Signaturenlehre, denn so wie das Harz die Wunde des Baumes verschließt und ihn schützt, so wirkt es auch in uns versiegelnd, schützend und abgrenzend. Kiefer und Fichte sind kraftvolle, immergrüne Hüter der Wälder, deren Harze vor allem das Wurzel- und das Solarplexus-Chakra ansprechen. Sie erden uns, stärken unsere Abwehr und lösen energetische Stagnation, gerade dort, wo sich Schweres festgesetzt hat. Nicht umsonst wurden Harze seit jeher zur Reinigung von Räumen und Menschen verräuchert, denn ihr aufsteigender Rauch trägt das Dichte und Belastende nach oben und löst es auf.

Die heilsamen Inhaltsstoffe

Aus diesem Grund weist ein Baumharz, allen voran das Kiefern- und Fichtenharz, eine ganze Fülle hochwirksamer Stoffe mit enormer Vitalstoffdichte auf, die an unzähligen Heilungsprozessen beteiligt sind. Ähnlich wie bei vielen Heilpflanzen steht hier eine komplexe, bioverfügbare Mischung organischer Verbindungen im Vordergrund, vor allem die Terpene, jene natürlichen Kohlenwasserstoffverbindungen, die nicht nur für den typischen, balsamischen Waldduft verantwortlich sind, sondern die eigentlichen Träger der Heilkraft darstellen:

  • Alpha-Pinen: eines der wirksamsten Terpene überhaupt, stark entzündungshemmend, bronchienerweiternd und ausgeprägt antimikrobiell. Es ist maßgeblich für die keimtötende Wirkung der Nadelbaumharze verantwortlich.
  • Beta-Pinen und Limonen: wirken antibakteriell und stimmungsaufhellend und unterstützen die Ausleitung und Entlastung der Leber.
  • Caren und Terpinolen: tragen zur entzündungshemmenden und schmerzlindernden Gesamtwirkung bei und runden das Spektrum ab.
  • Harzsäuren, allen voran die Abietinsäure: die festen, schweren Bestandteile des Harzes, stark antibakteriell und wundverschließend, das eigentliche Rückgrat der berühmten Pechsalben.

Diese Stoffe wirken dabei niemals isoliert, sondern stets im fein abgestimmten Verbund, und genau diese natürliche, über Jahrhunderte gewachsene Mischung macht das ganze Harz dem einzelnen, herausgelösten Wirkstoff weit überlegen. Wir nehmen eben nicht nur einen Stoff auf, sondern das gesamte Urfrequenzspektrum des Baumes.

Die starke antibiotische Wirkung von Kiefern- und Fichtenharz

Kommen wir nun zum Herzstück, der antibiotischen Kraft. Baumharze gehören zu den stärksten natürlichen Antibiotika, die uns die Natur überhaupt zur Verfügung stellt, und das ist bei näherer Betrachtung wenig verwunderlich, denn ein Harz muss den offenen, verletzten Baum vor genau jenen Bakterien und Pilzen schützen, die ihn sonst zersetzen würden. Die enthaltenen Terpene und Harzsäuren greifen die Zellwände von Bakterien an und hemmen ihr Wachstum, ohne dabei, anders als die meisten chemischen Antibiotika, die wertvolle Darmflora breitflächig zu zerstören. Ein weiterer entscheidender Vorteil liegt darin, dass die Bakterien gegen die vielschichtige, natürliche Wirkstoffmischung kaum Resistenzen ausbilden können, während sie es bei isolierten, synthetischen Einzelstoffen längst tun. Traditionell wurde Fichten- und Kiefernharz in Form von Pechsalben und Pechpflastern auf schlecht heilende Wunden, Abszesse, Geschwüre, Furunkel und entzündete Hautstellen aufgetragen, wo es zog, reinigte und die Heilung kraftvoll anstieß. Auch bei hartnäckigen Atemwegsinfekten ist die Kraft der Nadelbaumharze seit jeher geschätzt, denn ihre Terpene wirken tief in den Bronchien schleimlösend, keimhemmend und befreiend.

Die antiparasitäre Wirkung

Darüber hinaus tragen Baumharze eine ausgeprägt antiparasitäre Kraft in sich. Vor allem das destillierte Balsamterpentin der Wildkiefer wurde in der Volksheilkunde traditionell eingesetzt, um parasitäre Belastungen im Magen-Darm-Trakt zu bekämpfen. Man geht davon aus, dass die enthaltenen Terpene parasitäre Würmer und einzellige Protozoen im Verdauungssystem in ihrem Stoffwechsel empfindlich stören und abtöten können, wodurch sich das innere Milieu nach und nach wieder klärt und beruhigt. Auch hier zeigt sich wieder die ursprüngliche Schutzfunktion des Harzes, das im Baum nichts anderes tut, als unerwünschte Eindringlinge konsequent fernzuhalten. Was im Baum die Borke schützt, klärt im Menschen das innere Terrain.

Wie sammelt man Baumharz in der Natur?

Möchtest du dein Harz selbst sammeln, so gilt eine heilige Grundregel: Füge dem Baum niemals Schaden zu. Ritze niemals selbst die Rinde an, um Harz zu gewinnen, denn das reißt dem Baum eine offene Wunde, genau jene Wunde, die er mit eben diesem Harz erst mühsam verschließen muss. Sammle stattdessen ausschließlich das Harz, das der Baum von sich aus bereits nach außen gegeben hat, also die goldenen, erhärteten Tropfen und Krusten an alten Astbrüchen, Rindenverletzungen und an der Stammbasis. Vor allem Kiefer und Fichte schenken dieses ausgetretene Harz reichlich, und du erkennst es an seiner bernsteinartigen, manchmal milchig-weißen Färbung. Löse nur kleine Mengen mit einem Holzstäbchen oder den Fingern ab, lass dem Baum stets genug für seine eigene Heilung und nimm niemals von kranken oder geschwächten Bäumen. Und das Schönste zum Schluss: Tritt mit Achtsamkeit und Dankbarkeit an den Baum heran und bitte ihn innerlich um seine Gabe, denn so empfängst du nicht nur das Harz, sondern auch seinen Segen.

Anwendung und Dosierung

In der Anwendung wollen die festen Harze und die flüssige Form unterschiedlich behandelt werden. Festes Kiefern- und Fichtenharz wird klassisch zu einer Pechsalbe verarbeitet, also gereinigt und in hochwertigem Öl und Bienenwachs sanft erwärmt, und anschließend äußerlich auf Wunden, Verspannungen, Gelenke und entzündete Stellen aufgetragen. Ebenso bewährt ist das Verräuchern reiner Harzstücke auf einem Räucherstövchen oder einer Kohle, um Räume und das eigene energetische Feld zu reinigen. Wer das Harz innerlich nutzen möchte, greift zur flüssigen, destillierten Form. Wichtig ist dabei, dass ausschließlich naturreines, destilliertes Balsamterpentin aus dem Harz von Wildkiefern verwendet wird, ohne jegliche synthetische Zusätze. Achte beim Kauf unbedingt auf die Produktbeschreibung, also auf Hinweise wie reines Kiefernharzöl, ohne Zusätze und destilliert, sowie auf die Erfahrungsberichte anderer Anwender. Da die innerliche Anwendung jedoch sehr intensiv ist, sollte man sich an die Dosierung erst einmal ein bisschen herantasten. Idealerweise nimmt man zu Beginn einen halben bis ganzen Teelöffel verdünnt auf 300ml Wasser ein. Sollte die Verträglichkeit gut sein, ist es möglich die Dosierung auf 1-3 Teelöffel zu erhöhen.

Weitere kraftvolle Baumharze im Überblick

Neben Kiefer und Fichte schenkt uns die Natur noch weitere, ganz besondere Harze, von denen jedes eine eigene Heilpersönlichkeit besitzt.

Balsamterpentin, das flüssige Kiefernharz

Balsamterpentin ist die destillierte, hochkonzentrierte Form des Kiefernharzes und damit gewissermaßen seine geballte Essenz. Durch die Destillation werden die flüchtigen, hochwirksamen Terpene aus dem Harz gelöst, sodass ein klares, intensiv duftendes Öl entsteht. Traditionell wurde es vor allem innerlich genutzt, um den Darm von parasitären Belastungen und Keimen zu befreien. Wichtig ist dabei stets die Reinheit, denn nur naturreines, aus Wildkiefernharz destilliertes Balsamterpentin trägt diese Heilkraft in sich, niemals das giftige mineralische Terpentin. Aufgrund seiner Intensität gehört es zu den kraftvollsten, aber auch fordernsten Harzen und will mit großer Achtsamkeit und am besten unter fachkundiger Begleitung eingesetzt werden.

Myrrhe

Die Myrrhe ist das getrocknete Harz des Commiphora-Baumes und zählt zu den ältesten Heilharzen der Menschheit, schon in den Hochkulturen Ägyptens und des Orients war sie kostbarer als Gold. Sie wirkt stark desinfizierend, zusammenziehend und wundheilend und wird bis heute gerne bei Zahnfleischproblemen, Aphten und Schleimhautentzündungen eingesetzt. Als Tinktur betupft, zieht sie entzündetes Gewebe zusammen und beschleunigt spürbar die Heilung. Auf der feinstofflichen Ebene gilt die Myrrhe als tief erdendes, schützendes Harz, das die Verbindung zur Erde und zum eigenen Körper stärkt. Wer sie verräuchert, schafft eine geborgene, gereinigte Atmosphäre, die zur Sammlung und inneren Zentrierung einlädt.

Weihrauch (Olibanum)

Der Weihrauch, das Harz des Boswellia-Baumes, ist vielleicht das berühmteste aller Heilharze und seit Jahrtausenden mit dem Heiligen verbunden. Seine wertvollen Boswelliasäuren wirken stark antientzündlich, weshalb er traditionell und auch in der modernen Naturheilkunde bei Gelenkbeschwerden, chronischen Entzündungen, Autoimmunprozessen und zur Unterstützung des Immunsystems geschätzt wird. Darüber hinaus wirkt er antibiotisch und schleimlösend und entfaltet beim Verräuchern eine reinigende, klärende Kraft. Energetisch öffnet der Weihrauch das Kronenchakra und hebt die eigene Schwingung an, weshalb er als Harz der höheren Sphären gilt. Sein aufsteigender Rauch klärt die Aura, löst Schweres und schafft Raum für Gebet, Meditation und spirituelle Öffnung.

Kopal

Der Kopal ist das heilige Harz Mittelamerikas, das die Maya und Azteken seit jeher in ihren Zeremonien verräucherten, um mit der geistigen Welt in Verbindung zu treten. Sein heller, frischer Duft wirkt zutiefst reinigend und schützend und vertreibt schwere, belastende Energien aus Räumen und Menschen. In der Volksheilkunde wurde er äußerlich bei Hautproblemen und zur Wundreinigung genutzt. Energetisch hebt der Kopal die Schwingung eines Ortes spürbar an und schafft eine klare, lichtvolle Atmosphäre. Wer einen Raum oder sich selbst von Altem befreien möchte, findet im Kopal einen kraftvollen und zugleich sanften Begleiter.

Lärchenharz (Lärchenpech)

Das Lärchenharz, in den Alpen auch Lärchenpech genannt, ist ein besonders zäh fließendes, goldenes Harz mit ausgeprägt zugkräftiger Wirkung. In der traditionellen Alpenheilkunde ist es fester Bestandteil wärmender, durchblutungsfördernder Salben, die bei Muskelverspannungen, rheumatischen Beschwerden und schlecht heilenden Wunden aufgetragen werden. Seine ziehende Kraft hilft, Entzündungen und Eiter aus der Tiefe an die Oberfläche zu holen und sanft auszuleiten. Auch zum Verräuchern eignet es sich, wo es einen warmen, harzig-süßen Duft verströmt. Energetisch trägt es die zähe, ausdauernde Kraft der Lärche in sich, jenes Baumes, der auch in größter Höhe und Kälte standhaft bleibt.

Drachenblut

Das Drachenblut ist ein tiefrotes, geheimnisvolles Harz, das vor allem von bestimmten Dracaena- und Daemonorops-Arten gewonnen wird und seinen Namen seiner blutroten Farbe verdankt. Es wirkt stark adstringierend, blutstillend und wundheilend und wurde traditionell auf Schnitt- und Schürfwunden aufgetragen, um sie rasch zu schließen. Darüber hinaus schätzt man seine antimikrobiellen Eigenschaften und seine Kraft, gereiztes Gewebe zu beruhigen. Auf der energetischen Ebene gilt das Drachenblut als machtvolles Schutzharz, das die eigene Kraft stärkt und wie ein roter Schild gegen fremde Einflüsse und Negativität wirkt. Beim Verräuchern entfaltet es eine erdende, schützende und zugleich vitalisierende Energie.

Abschluss

Wenn wir all dies betrachten, wird deutlich, welch ungeheure Heilkraft in diesen unscheinbaren, duftenden Tropfen schlummert. Baumharze sind das gewordene Immunsystem der Wälder, und sie schenken uns einen Teil dieser uralten Schutzkraft, wenn wir sie achtsam und mit Dankbarkeit nutzen. Schon Paracelsus wusste um die Kraft des Harzes, und auch wir sollten uns diese geballte Kraft der Bäume wieder bewusst zunutze machen, denn unser Organismus wird es uns danken.

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